Pressemeldung 08-2020

Unverständnis über Entscheidung in Niedersachsen bezüglich digitaler Fortbildungen

06.11.2020

  • Kopfschütteln und Unverständnis über Entscheidung des niedersächsischen Kultusministeriums.
  • Niedersachsens Kultusministerium besteht – als einziges Bundesland – auf Präsenzveranstaltung für die „jährliche 24-Stunden Fortbildung“ für Praxisanleiter

Trotz der momentanen Corona-Kontaktbeschränkungen besteht das niedersächsische Kultusministerium darauf, zwei Drittel der jährlichen „24-Stunden Fortbildung“ für Praxisanleiter im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung als Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen. „Im Hinblick au

f die aktuellen Corona-Bestimmungen ist diese Entscheidung völlig unverständlich. Außer Bremen und Niedersachsen haben alle anderen Bundesländer diese Fortbildung als reine online-Veranstaltung genehmigt. Im Ergebnis heißt das, dass viele Praxisanleiter in Niedersachsen ihrer Verpflichtung zu der jährlichen Fortbildung nicht nachkommen können“, gibt Andrea Kapp, Geschäftsführerin des bad e.V., zu Bedenken.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen und den damit einhergehenden Einschränkungen für Präsenz-Seminare hat der bad e.V. mit den Landeskultusministerien eine Regelung gefunden, um die Fortbildung zum Praxisanleiter im Rahmen der generalistischen Ausbildung aktuell durchführen zu können. Alle Bundesländer bis auf Bremen und Niedersachsen haben zugestimmt, diese Fortbildung bis auf Weiteres digital stattfinden kann. Für Bremen und Niedersachsen war eine Präsenzphase von mindestens „70 %“ vorgesehen. Bremen hat den Zeitraum für die Präsenzveranstaltung bis Ende August 2021 verlängert, für Niedersachsen gilt aber weiterhin:

Bis zum 31.12.2020 muss die Fortbildung beendet sein.

Die geplante zweitägige Präsenzveranstaltung im November in Hannover muss nun mit Blick auf die Landesverordnung sowie das Infektionsgeschehen abgesagt werden. Somit kann die bad-Präsenzveranstaltung nicht stattfinden und die Praxisanleiter können ihre „24-Stunden Fortbildung“ nicht beenden.

„Es ist unverständlich, dass es so wenig Flexibilität – und letztendlich Verständnis – für den Sachverhalt im niedersächsischen Kultusministerium gibt: Die Praxisanleiter müssen ihre jährliche Fortbildung absolvieren, und was spricht dagegen, sie als reine online-Fortbildung stattfinden zu lassen, wenn die Bestimmungen zur Einschränkung der Corona-Pandemie nichts anderes zulassen?“, so Andrea Kapp. Wünschenswert aus Sicht des bad e.V. wäre eine den Umständen angepasste Regelung, wie sie in den anderen Bundesländern auch getroffen wurde.

Unsere Fortbildungen finden Sie hier.

Passende Veranstaltungen zum Thema

 

Weitere Pressemeldungen, die Sie interessieren könnten

Pressemeldung 001-2026 – 05.01.2026

bad e.V. zum Statement von Kanzleramtschef Frei zur Situation der Pflege: Notstand erkannt, Gefahr nicht gebannt!

Kanzleramtschef Thorsten Frei polarisiert mit seiner Aussage in Bezug auf die Pflegeversicherung und die prognostizierte Entwicklung in der Pflege. Nach seiner Ansicht werde der Anteil …

Pressemeldung 033-2025 – 19.12.2025

Nur ein erster Schritt: bad e.V. sieht gute Ansätze, aber auch weitere Regelungsbedarfe nach Zustimmung zum Pflegekompetenzgesetz

Nachdem am heutigen Tage die Bundesländer dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses zugestimmt haben, ist der Weg frei für ein Inkrafttreten des Gesetzes zur Befugniserweiterung und …

Pressemeldung 032-2025 – 15.12.2025

„Zukunftspakt Pflege“: Arbeitsgruppe zeigt keinen Mut zur echten Reform

Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e. V. zeigt sich tief enttäuscht über die Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“. Statt grundlegender Reformvorschläge präsentiert das Gremium nach Einschätzung des Verbands lediglich …

Pressemeldung 031-2025 – 21.11.2025

bad e.V.: Pflegeversicherung braucht grundlegende Reform statt politischer Flickschusterei

Das jüngste Trendbarometer Sozial- und Gesundheitswirtschaft der Sozialbank bestätigt die anhaltende Verunsicherung, die in der Pflege spürbar ist. Eine überwältigende Mehrheit der Befragten (93 %) bezeichnet die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur …

Nach oben