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PM: Mangel an Schutzmaterialien

 

Wir hatten Sie letzte Woche unsere bad-Mitglieder aufgefordert, an einer Umfrage des SWR Report Mainz bezüglich Ihrer Materialvorräte und der Versorgungsschwierigkeiten teilzunehmen. 372 bad-Mitgliedsunternehmen haben daran teilgenommen, wie Sie der folgenden Pressemeldung vom SWR entnehmen können:

Presseinformation REPORT MAINZ, Dienstag, 24.03.2020, 20:30 Uhr im ERSTEN

Exklusive Umfrage von REPORT MAINZ bei 372 Pflegeheimen und Pflegediensten: Schutzkleidung und Desinfektionsmittel werden aufgrund des neuen Coronavirus knapp. Vielen reichen die Vorräte maximal noch zehn Tage  

Mainz. In wenigen Tagen gehen vielen Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten die Vorräte zum Schutz vor Corona aus. Das gab eine nicht repräsentative REPORT MAINZ Umfrage unter 1.000 Mitgliedern des Bundesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.) an. An der Umfrage beteiligten sich 372 Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste.  

Fast alle Teilnehmer berichten von Schwierigkeiten, Nachschub zu beschaffen. Schutzmasken, Handschuhe oder Desinfektionsmittel gehören zu den Dingen, die vielen Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten aktuell ausgehen. 263 Umfrageteilnehmer, und damit mehr als zwei Drittel der Teilnehmer, gab in der REPORT MAINZ Umfrage an, noch Vorräte für maximal zehn Tage zu haben. Einige sagten, dass ihnen die Vorräte sogar schon deutlich früher ausgehen könnten.  

Sebastian Froese, stellvertretender Geschäftsführer des bad e.V., sagt dazu im Interview mit REPORT MAINZ: „Die Lage ist dramatisch. Man sieht, dass Hilfe ganz schnell notwendig ist. Die Vorräte gehen zur Neige und müssen dringend aufgestockt werden, sonst kann die Arbeit nicht fortgesetzt werden.“ Er fordert daher die „staatliche Sicherstellung des Materialflusses“ sowie für jede Einrichtung erreichbare Anlaufstellen.  

Die Umfrage von REPORT MAINZ bestätigt weiter, dass viele Pflegeeinrichtungen das Gefühl haben, dass es an Unterstützung fehle. 336 Teilnehmer und damit 90%, gaben an, sie fühlten sich bei der Beschaffung der Schutzmittel von Bundesregierung und örtlichen Behörden im Stich gelassen.  

Gegenüber dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ sagte Ulrich Christofczik, Vorstandsmitglied des evangelischen Christophoruswerks in Duisburg: „Wenn wir jetzt eine Infektion in unseren Einrichtungen haben, dann rollt eine Welle von Patienten auf die Krankenhäuser zu, die nicht notwendig ist. Deswegen ist so wichtig: Bringt uns die Materialien, die wir brauchen. Wir sind fachlich und auch personell in der Lage, diese Krise zu stemmen. Aber nur dann, wenn wir diese Materialien jetzt auch wirklich bekommen.“

Weitere exklusive Informationen finden Sie auf der Internet-Seite: x.swr.de/s/12bt
(Quelle: REPORT MAINZ, www.swr.de)