Steigende Spritpreise belasten ambulante Pflege massiv: bad e.V. fordert sofortige Entlastungen
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e. V. warnt vor einer zunehmend kritischen Situation für die ambulante Pflege, nachdem die Spritpreise infolge der Eskalation im Iran-Konflikt deutlich gestiegen sind. Schon am Wochenende erreichten sie neue Höchststände: Laut Angaben des ADAC stieg der Preis für Super E10 am Montag bundesweit auf 1,839 Euro pro Liter und beim Diesel auf 1,816 Euro – die höchsten Werte seit nahezu zwei Jahren.
„Diese Preisentwicklung trifft die Pflegedienste mit voller Härte“, erklärt Andreas Kern, Bundesvorsitzender des bad e.V. „Um Pflegebedürftige zu Hause zu versorgen, sind tägliche Fahrten der ambulanten Dienste unerlässlich. Wir können nicht weniger fahren und wir können auch keine alternativen Transportmittel nutzen. Jede weitere Preissteigerung zwingt die ambulanten Dienste dazu, Gelder einzusetzen, die durch die mit den Kostenträgern vereinbarten Vergütungen nicht refinanziert sind. Dadurch verschärft sich die ohnehin schon wirtschaftlich angespannte Lage der Pflegedienste immer mehr.“
Um die steigenden Spritkosten aufzufangen, fordert bad-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kapp daher eine temporäre Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin. „Eine zeitlich befristete Reduktion der Steuer auf Kraftstoffe würde die Preise an der Zapfsäule sofort spürbar senken“, so Kapp. „Diese Maßnahme entlastet gezielt alle Akteure, die zwingend auf Mobilität angewiesen sind – insbesondere die ambulante Pflege.”
Die bad-Bundesgeschäftsführerin betont ausdrücklich, dass die Preissteigerungen nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen dürfen: „Diese Mehrkosten durch Preissteigerungen auszugleichen würde am Ende die Menschen treffen, die auf Pflege angewiesen sind. Dies ist unter allen Umständen zu verhindern. Die Politik muss jetzt handeln, damit die Versorgung der Pflegebedürftigen nicht durch geopolitische Entwicklungen gefährdet wird.“
Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin
Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigertstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/354001
a.kapp@bad-ev.de
Über den bad e.V.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit mehr als 1.500 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.
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