Pressemeldung 025-2026 – 03.08.2026

Pflegeausbildung gehört zu den bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland und darf durch das PNOG nicht gefährdet werden

Die Ausbildung in der Pflege zählt zu den attraktivsten Ausbildungsberufen in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung.

Danach erhalten Auszubildende in den Pflegeberufen bereits im ersten Ausbildungsjahr tarifliche Vergütungen von bis zu 1.491 Euro monatlich. Damit liegt die Pflege bundesweit an der Spitze der Ausbildungsvergütungen, noch vor Versicherungen, Banken und dem Öffentlichen Dienst. Nach den Ergebnissen der WSI-Untersuchung sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Ausbildungsjahr 2025/2026 durchschnittlich um 3,9 Prozent gestiegen.

Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e. V. begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. „Die Zahlen zeigen: Die Pflege ist kein Niedriglohn-Ausbildungsberuf. Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, kann bereits während der Ausbildungszeit mit einer attraktiven Vergütung rechnen“, erklärt Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e.V.

„Eine angemessene Ausbildungsvergütung ist ein wichtiger Baustein“, betont sie, „um junge Menschen für einen Beruf in der Pflege zu gewinnen. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels braucht es jedoch weitere strukturelle Verbesserungen.“

Entscheidend ist nach ihrer Ansicht jetzt, „die Ausbildungsträger weiter zu stärken und die Kranken- und Pflegeversicherung nachhaltig zu reformieren, anstatt bestehende Strukturen zu gefährden.“ Kapp fordert deshalb gute Ausbildungsvergütungen, verlässliche Bedingungen für eine vollständige Refinanzierung und attraktive Arbeitsbedingungen: „Dies zusammen ist der Schlüssel, um ausreichend Nachwuchs für die Pflege zu gewinnen und die Versorgung der Menschen langfristig sicherzustellen. Reformen müssen Vertrauen und Planungssicherheit schaffen – der derzeitige Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) der Bundesregierung bewirkt jedoch das Gegenteil und berücksichtigt die Refinanzierung der Ausbildung nicht.“

 

Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin
Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigertstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/354001
a.kapp@bad-ev.de

Über den bad e.V.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit mehr als 1.500 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.[/fusion_text][/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

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