„Pflegedienste können nicht im Homeoffice pflegen“ – bad e. V. fordert Spritpreisentlastung über Direktauszahlungsmechanismus
Am 01.04.2026 sind die vom Bundestag beschlossenen Gesetzesänderungen in Kraft getreten, die krisenbedingt gestiegene Tankkosten eindämmen sollen. Insbesondere wurden hierbei Preiserhöhungen an den Tankstellen auf einmal täglich beschränkt.
„Schon die Erfahrungen an den ersten Tagen des Monats zeigen, dass die Benzinpreise unvermindert weiter in die Höhe schießen und der Gesetzgeber hier dringend nachbessern muss, insbesondere um ambulante Pflege vom steigenden Kostendruck zu entlasten“, resümiert Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e. V.
Für die häusliche Versorgung von Pflegebedürftigen sind tägliche Fahrten ambulanter Dienste unerlässlich. Pflegekräfte können nicht vom Homeoffice aus Pflege leisten. Da nicht weniger gefahren werden kann, trifft die Preisexplosion an der Tankstelle einen großen Teil der Pflegeeinrichtungen. Gestiegene Kosten aber unmittelbar an die versorgten pflegebedürftigen Menschen weiterzugeben, ist weder rechtlich möglich noch gesundheitspolitisch wünschenswert“, stellt Andreas Kern, Bundesvorsitzender des bad e.V., fest.
Zur Begrenzung der Kraftstoffkosten werden aktuell viele verschiedene Ansätze diskutiert. Der bad e.V. fordert, „diese Kosten für Pflegeeinrichtungen auf das Niveau vor Ausbruch des Irankrieges zu deckeln und hierfür von einem Direktauszahlungsmechanismus analog zum ‚Klimageld‘ Gebrauch zu machen.“ Hierbei sollte die Steuernummer der Unternehmen mit einer IBAN verknüpft sein, um schnell und unbürokratisch Direktauszahlungen an die Pflegedienste bundesweit möglich zu machen.
Kapp mahnt: „Um vor diesem Hintergrund die Wirtschaftlichkeit von professioneller Pflege nicht weiter zu gefährden und die ohnehin schon zu verzeichnende Insolvenzwelle weiter zu befeuern, ist somit der Bundesgesetzgeber in der Pflicht unverzüglich tätig zu werden.“
Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin
Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigertstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/354001
a.kapp@bad-ev.de
Über den bad e.V.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit mehr als 1.500 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.
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