Professionelle Pflege in Gefahr! Verbände initiieren gemeinsam Petition an den Deutschen Bundestag
Essen, 15.04.2024 Die Meldungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz von Unternehmen in der professionellen Pflege reißen nicht ab. Das ist nicht nur ein Alarmsignal an die Branche, sondern auch an Politik und Gesellschaft.
Dazu Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB: „Wenn jetzt nicht schnell gehandelt wird, wird die flächendeckende Versorgung mit professioneller Pflege bald ernsthaft gefährdet sein.“
Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege ergänzt: „Existenzsicherung von Pflegeunternehmen ist gleichbedeutend mit Versorgungssicherung. Wir können uns keinen Abbau von ambulanten und stationären Pflegekapazitäten leisten!“
Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e.V. betont: „Laut einer aktuellen Umfrage unter unseren Mitgliedsunternehmen sehen 76 % ihre Zukunftsaussichten eher negativ. Das ist keine Basis für Innovationen und Investitionen. Dem gilt es politisch entschlossen entgegenzutreten.“
Timo Stein, Vorsitzender des APH stellt abschließend fest: „Wir wollen mit dieser Petition aufrütteln und klarmachen, dass es für viele Unternehmen schon fünf nach zwölf ist! Wir laden alle Verbände, Einrichtungsträger, Angehörige und Pflegebedürftige ein, mit uns gemeinsam für die Zukunft der professionellen Pflege einzustehen und unsere Forderungen zu unterstützen!“
Die Bundesregierung muss jetzt schnell die Existenz der Pflegeunternehmen sichern, indem sie dafür sorgt, dass
- alle Kostenträger die vorgeschriebenen Zahlungsfristen einhalten,
- alle Personal- und Sachkosten, die für die Pflege aufgewendet wurden, refinanziert werden,
- Anträge auf Vergütungsanpassungen nach sechs Wochen als genehmigt gelten, sofern die Kostenträger bis dahin untätig geblieben sind,
- der gesetzliche Anspruch auf „Wagnis und Gewinn“ am Umsatz sofort verbindlich gemacht wird.
Weitere Informationen und die Petition finden Sie hier.
Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e. V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin, Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigertstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/354001
a.kapp@bad-ev.de
Über den bad e.V.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit über 1.500 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.
Weitere Pressemeldungen, die Sie interessieren könnten
Pressemeldung 036-2026 – 03.09.2026
Podiumsdiskussion zur Zukunft der Pflege in Göttingen: „Die Einsicht, dass das PNOG verändert werden muss, ist da – jetzt müssen Taten folgen!“
Unter dem Titel „Fokus Pflege: Sind Versorgungslücken (un-)vermeidbar?“ diskutierten Andreas Kern, …
Pressemeldung 035-2026 – 02.09.2026
PNOG – Pflegeverbände demonstrieren Geschlossenheit und senden klares Signal an die Politik
Auf Einladung des Fachverlages Vincentz Network fanden sich am Montag, 31. August 2026, mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter von Pflege-, Träger- und Berufsverbänden zusammen, um über die geplante …
Pressemeldung 031-2026 – 27.08.2026
Das PNOG schürt Zukunftsangst!
5. Ambulante Pflege in Wohngemeinschaften zukünftig unbezahlbar?
Der Referentenentwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) sorgt bei den Mitgliedern des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. für Unruhe. Das Gesetzgebungsverfahren läuft …
Pressemeldung 030-2026 – 25.08.2026
Das PNOG schürt Zukunftsangst!
4. Beratung abschaffen, Begleitung verordnen – und niemand fragt: Wer soll das leisten?
Der Referentenentwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) sorgt bei den Mitgliedern des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen …
Podiumsdiskussion zur Zukunft der Pflege in Göttingen: „Die Einsicht, dass das PNOG verändert werden muss, ist da – jetzt müssen Taten folgen!“
Das PNOG schürt Zukunftsangst!
Das PNOG schürt Zukunftsangst!