Für eine menschenwürdige und zukunftssichere Pflege – bad e.V. legt Positionspapier vor
„Es wird Zeit, endlich nachhaltig etwas zu verändern, um die Pflege in Deutschland menschenwürdiger und zukunftssicher zu gestalten“, fordert Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e.V. „Die Probleme in der Pflege sind nicht neu, aber sie spitzen sich immer weiter zu. Und die aktuellen pflegepolitischen Entscheidungen werden hier auch zu keiner ausreichenden Verbesserung führen. Ein Kurswechsel ist, nicht nur in Bezug auf den Pflegenotstand, längst überfällig.“
Durch den Austausch mit unseren Mitgliedsbetrieben haben wir drei Bereiche identifiziert, in denen besonderer Handlungsbedarf besteht und aus denen sich unsere Forderungen an die Politik ergeben:
- Pflege ausstatten, wie die Menschen sie brauchen,
- Pflege zulassen, wie die Menschen sie wollen und
- Rahmenbedingungen schaffen, wie Pflegeeinrichtungen und Pflegekräfte sie benötigen.
„Zu jedem der genannten Bereiche haben wir konkrete Forderungen und Lösungsvorschläge formuliert. Im Fokus steht dabei insbesondere, Rahmenbedingungen zu schaffen, um zukünftig genügend Menschen für die Pflegeberufe zu gewinnen und die pflegerische Versorgung nach den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen auszugestalten, ohne dass hierdurch die Leistungen für Letztere unbezahlbar werden“, erklärt Andreas Kern, Inhaber von Pflegeeinrichtungen und Bundesvorsitzender des bad e.V.
Kapp führt weiter aus: „Hierzu formuliert unser Positionspapier ganz konkret sowohl langfristige als auch kurzfristig umsetzbare Lösungen für die menschenwürdige und zukunftssichere Gestaltung der Pflege in Deutschland. Wir hoffen, durch dieses Forderungspapier aufzuzeigen, wie der notwendige Kurswechsel gelingen kann. Um einen konstruktiven Dialog anzustoßen, erhalten alle maßgeblichen pflegepolitischen Akteure auf Landes- und Bundesebene in den nächsten Tagen unser Positionspapier.“
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit über 1000 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.
Ziel seiner Arbeit ist es, die Qualität und die Bedingungen der Leistungserbringung der ambulanten und stationären Pflege zu verbessern: und zwar gleichermaßen für die Unternehmen, die Pflegenden und die Pflegebedürftigen. Der bad e.V. mit seinen Landesorganisationen führt Verhandlungen unter anderem zu Vergütungsbedingungen für Pflegedienste und Pflegesätze für Heime.
Der bad e.V. ist in den wichtigen Beratungsgremien in Berlin vertreten und wird zu Änderungen pflegerelevanter Gesetze angehört. Zudem müssen die Landesorganisationen zu geplanten Landesgesetzen und -vorschriften gehört werden. Diese haben seit der Föderalismusreform im Pflegebereich erheblich an Bedeutung gewonnen.
Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin, Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigerstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/ 354001
a.kapp@bad-ev.de
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