PNOG – Pflegeverbände demonstrieren Geschlossenheit und senden klares Signal an die Politik
Auf Einladung des Fachverlages Vincentz Network fanden sich am Montag, 31. August 2026, mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter von Pflege-, Träger- und Berufsverbänden zusammen, um über die geplante Pflegereform zu beraten und gemeinsam Position zu beziehen. Der bad e.V. wurde durch bad-Bundesvorstand Jasmin Arbabian-Vogel sowie die Mitglieder der erweiterten Geschäftsführung, Kathrin Mangold, Michael Greiner und Andreas Ditter vertreten.
„Als bad e.V. positionieren wir uns seit Monaten und mit einer Vielzahl von Aktionen gegen die geplante Gesetzesreform und zeigen der Politik unermüdlich Alternativen und Lösungswege auf, die aus unserer Sicht die geplanten Sparmaßnahmen obsolet machen würden. Die gemeinsame Positionierung mit so vielen Akteuren der Pflegebranche ist für uns ein weiterer Baustein unserer Kampagne und ein klares Signal an die politischen Verantwortlichen: Die Pflege agiert im Schulterschluss über verbandliche Grenzen hinweg und positioniert sich klar gegen das PNOG“, so Andreas Ditter.
In sogenannten Masterclasses zu den Schwerpunktthemen Wirtschaftlichkeit und Tarifrefinanzierung, Finanzierung, Leistungs- und Versorgungsstrukturen, Digitalisierung sowie Personal fand ein intensiver Austausch mit dem Ziel einer gemeinsamen Positionierung statt.
„Die Detailtiefe der Diskussionen hat deutlich gemacht, wie viel pflegefachlicher und unternehmerischer Sachverstand auf Einladung des Vincentz-Verlages zusammengekommen ist. Gemeinsam konnten wir dem Vorwurf trotzen, immer nur Forderungen zu stellen und keine Lösungsideen zu haben. Auch wenn jeder Verband und jeder Akteur naturgemäß eigene Schwerpunkte setzt und unterschiedliche Perspektiven auf die einzelnen Themenbereiche einbringt, wurden konkrete Lösungsansätze formuliert, die anders als das ‚Sparpaket‘ der Bundesregierung auf gute bestehende Strukturen aufbaut und zugleich die einzelnen Bereiche auf den Prüfstand stellt“, fasst Kathrin Mangold die Inhalte der Expertenrunden zusammen.
Im Schulterschluss mit den weiteren Pflegeverbänden spricht sich der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. weiterhin klar gegen die geplante Gesetzesreform aus: Hinter dem Gesetzestitel „Pflege-Neuausrichtung“ verbirgt sich nicht mehr als ein Spargesetz, dass nicht geeignet ist, die Pflege langfristig zu sichern.
„Um es klar zu benennen: Das PNOG stellt einen Frontalangriff auf Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen dar. Personalaufwendungen sollen nicht vollständig refinanziert, Leistungen gekürzt und die Pflegeinfrastruktur dauerhaft geschwächt werden. Diese Folgen werden mutwillig vom Gesetzgeber in Kauf genommen, um kurzfristig Ausgaben einzusparen. Im Interesse unserer Mitglieder beziehen wir hier weiterhin klar und sehr gerne gemeinsam mit allen weiteren Akteuren der Pflegebranche Stellung. Daher bedanken wir uns ausdrücklich bei den Verantwortlichen des Vincentz-Verlages, die die Plattform für einen solchen Austausch bereitgestellt haben“, so Michael Greiner zusammenfassend.
„Die Geschlossenheit, die bei diesem Treffen sichtbar geworden ist, macht Mut. Bei allen unterschiedlichen Perspektiven eint uns die Überzeugung, dass eine zukunftsfähige Pflegepolitik nicht bei kurzfristigen Einsparungen ansetzen darf“, sagt bad-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kapp. „Wir werden deshalb den gemeinsamen Dialog fortsetzen und uns weiterhin konstruktiv, aber mit der notwendigen Klarheit in die politische Diskussion einbringen.“
Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin
Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigertstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/354001
a.kapp@bad-ev.de
Über den bad e.V.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit mehr als 1.500 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.
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