Pressemeldung 046-2026 – 05.11.2026

Pflege wird nicht gehört – wir müssen lauter werden!

Der Bundestag hat heute in erster Lesung das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) beraten. Dabei hat sich gezeigt, dass die Probleme des Gesetzentwurfs inzwischen auch innerhalb der Regierungskoalition durchaus erkannt werden. Mehrere Abgeordnete räumten Änderungsbedarf ein und kündigten Korrekturen an. Selbst Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann möchte zu Jahresbeginn „harte Brüche“ hinsichtlich der Umstellung bei Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege vermeiden und kündigte Nachbesserungen an.

Doch die Pflege braucht keine weiteren Absichtserklärungen, sondern verbindliche Entscheidungen, fordert Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.: „Eine bloße Verschiebung der zum 1. Januar 2027 vorgesehenen Änderungen löst die Probleme nicht. Insbesondere die Verhinderungspflege muss erhalten bleiben. Ebenso muss das geplante Sozialraumbudget für die bestehenden ambulanten Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen geöffnet werden, damit diese ihre bewährten Unterstützungsleistungen auch künftig erbringen und abrechnen können. Bestehende Versorgungsstrukturen und die Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege müssen zuverlässig abgesichert werden und dürfen nicht einer Fehlplanung der Bundesregierung zum Opfer fallen.“

Dass sich inzwischen bundesweit Protest gegen das PNOG formiert, zeigt, wie groß die Sorge um die Zukunft der Pflege ist. Der bad e.V. unterstützt deshalb ausdrücklich die verbändeübergreifend geplanten Demonstrationen und ruft seine Mitglieder sowie alle weiteren Unterstützer dazu auf, sich an den Aktionen zu beteiligen.

Kapp: „Die Pflege hat lange genug auf die Probleme hingewiesen. Jetzt müssen aus politischen Worten endlich Taten werden. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Pflege nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen wird.“

Kontakt
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Andrea Kapp, RA‘in
Bundesgeschäftsführerin
Qualitätsbeauftragte (TÜV)
Zweigertstr. 50
45130 Essen
Tel: 0201/354001
a.kapp@bad-ev.de

Über den bad e.V.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit mehr als 1.500 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar.

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